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Bedeutung der Bienen für Mensch und Natur

Die Vielfalt einer intakten Pflanzen- und Tierwelt ist eine wichtige Voraussetzung zur Erhaltung eines funktionsfähigen Naturhaushaltes. Wichtige Aufgaben in dieser vielseitigen Wechselwirkung übernehmen die Honig- und Wildbienen durch die Bestäubung, die bei vielen Pflanzen Voraussetzung für den Fruchtansatz ist. Der Fruchtansatz wiederum sichert

den Vögeln und anderen Tieren vielseitige Nahrung und dem Landwirt die Erträge. Man kann davon ausgehen, dass der Wert der Bestäubung von Nutzpflanzen den des Honigertrages um ein Vielfaches übersteigt. Nicht schätzbar ist der landeskulturelle und ökologische Nutzen der Bienenhaltung. Bienen sind unentbehrlich für das biologische Gleichgewicht der Natur.

Die Existenz der Honig- und Wildbienen ist jedoch von einem ausreichenden und kontinuierlichen Trachtangebot als Nahrungsgrundlage abhängig. Allein zur Eigenversorgung braucht ein Bienenvolk im Jahr etwa 50 kg Honig und 20 kg Pollen.

Der besorgniserregende Rückgang von Honig- und Wildbienen gibt Veranlassung, große Anstrengungen für die Verbesserung der Bienenweide zu unternehmen und die Landschaft wieder bienenfreundlicher zu gestalten.

Was ist eine Bienenweide?

Die Bienen benötigen für ihren Lebensunterhalt Blütenstaub (Pollen) sowie Nektar und Honigtau. Der Blütenstaub dient dank seines Eiweiß- und Vitamingehalts als Aufbaufutter. Aus Nektar und Honigtau bereiten die Bienen den Honig. Dieser dient als Energielieferant für die Jungbienen bei der Aufzucht der Brut. Pflanzen, die Nektar und/oder Pollen liefern und Pflanzen, auf denen Honigtau erzeugt wird, nennt man Bienenweidepflanzen. Die Gesamtheit aller Pflanzen, die zur Ernährung und Honigerzeugung der Bienen beitragen, nennt man Bienenweide.

Verbesserung der Bienenweide für die Honigbiene

Maßnahmen zur Verbesserung der Bienenweide erfordern eine deutliche Vermehrung der Nektar- und Pollenspender. Im Einzugsbereich eines Bienenstandes sollte nach Möglichkeit pro Volk ein Hektar Fläche mit Bienenweidepflanzen verfügbar sein. Aber auch eine bescheidenere Verbreiterung der Nahrungsbasis für die Bienen verbessert die Situation der Imkerei. Dabei ist besonders an die Förderung der Frühtracht (Pollen) und an die Verbesserung der Spätsommertracht (Pollen und Nektar) zu denken. Die Pflanzung von Weidenarten auf geeigneten Standorten sollte gefördert werden. Sie tragen entscheidend zur guten Entwicklung der Völker im Frühjahr bei. Durch geeignete Artenauswahl kann die Blütezeit verlängert werden. Dies ist sehr wichtig, da die Nutzung der Weiden oft durch nass- kaltes Wetter behindert wird. Je länger das „Trachtfließband" der Salix- Arten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Blütenfülle an einigen schönen Tagen genutzt werden kann. Ab Mitte oder Ende Juli lässt die Ergiebigkeit der Blütentracht mit Ausnahme der wenigen Heidegebiete erheblich nach. Es gibt dann noch Honigtau in den Waldgebieten, aber meist fehlt es an Pollen. Deshalb ist die Aufbesserung der Spätsommertracht, die im allgemeinen keine Honigernte, sondern nur eine „Läppertracht" bringt, ein weiterer Schwerpunkt. Dies stärkt die Bienenvölker und hält sie in Brutstimmung. Stärkere Völker sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten und kommen besser durch den Winter. Eine ausreichende Spätsommertracht wirkt außerdem der Räuberei entgegen. Hierunter versteht man den Versuch der Bienenvölker, ihren Nachbarn den Honig zu stehlen, was zu verlustreichen Kämpfen an den Fluglöchern führt. Leider gibt es in der heimischen Pflanzenwelt nur wenige wirklich ergiebige Nektarspender für die Spätsommertracht. Diese Trachtlücke kann im Siedlungsbereich durch die Pflanzung einiger nicht-einheimischer Pflanzenarten überbrückt werden. Zu den besten nicht-einheimischen Gehölzen in der spätsommerlichen Bienenweide gehören z.B. Euodia hupehensis und E.daniellii. Sie gehören zur Familie der Rutaceen, wie die Citrusgewächse, sind im Wuchs mit der Esche vergleichbare und ergiebige Trachtquellen. Ein besonders wirkungsvoller Beitrag zur Verbesserung der Bienenweide ist die Pflanzung großkroniger Bäume und Sträucher, da hier für die Tracht eine hohe Anzahl von Blüten pro Pflanze zur Verfügung steht. Die Pollen- und Nektarproduktion hängt sehr stark von den Standortsbedingungen, der Witterung, sowie der Pflanzart und -sorte ab. Infolgedessen schwankt die Ergiebigkeit von Ort zu Ort und Jahr zu Jahr. Sie kann nicht aufgrund der Produktion einzelner Blüten und Nektarien bewertet werden. Entscheidend sind die Anzahl der Blüten pro Pflanze und die Anzahl der Pflanzen pro Fläche. Zusätzliche, wichtige Kriterien sind der Zuckerwert des Nektars und die Verdaulichkeit der Pollen. Wichtige Arten sind Tanne und Fichte. Reicht das Angebot an Nektar aus, so wird dieser von den Bienen gegenüber Honigtau bevorzugt.

Das Bienenvolk

Wären es Menschen, bräuchten sie eine kleine Stadt zum Leben: Zwischen 25.000 und 80.000 Bienen bewohnen im Sommer gemeinsam einen Bienenstock und bilden ein Volk, ein Volk mit beeindruckender Organisation: Jede Biene hat ihre Aufgabe; ein perfektes Zusammenspiel vieler Funktionen. Die Königin steht an der Spitze des Bienenvolkes, ohne sie geht gar nichts. Sie legt nicht nur als einzige die Eier, sondern trägt nach ihrem Hochzeitsflug mit den Drohnen auch noch für drei bis vier Jahre den Spermienvorrat in sich, mit dem die Eier befruchtet werden können. Die Königin ist die größte Biene im Stock und wird 5 bis 6 Jahre alt. Die Drohnen, die männlichen Bienen, sind nur zum Zweck der Fortpflanzung da. Zwischen 500 und 2.000 leben in einem Stock und das nur einem Sommer lang. Haben sie ihre Lebensaufgabe, die Begattung junger Königinnen, erfüllt, werden sie im Herbst in der „Drohnenschlacht” aus dem Stock vertrieben. Drohnen sind größer als Arbeiterbienen und haben auffällig große Augen. Sie können sich nicht selbst ernähren und sind mangels Giftstachel auch relativ wehrlos. Die Arbeiterinnen sind für Brutpflege, Wabenbau und Honigproduktion verantwortlich. In der ersten Lebenshälfte sind sie im Inneren des Stocks beschäftigt, in der zweiten Lebenshälfte fliegen sie aus, um Nektar und Pollen zu sammeln.35 Tage kurz ist das Leben einer Sommerbiene; nur jene Bienen, die mit der letzten Brut im Oktober schlüpfen, überwintern gemeinsam mit der Königin im Stock.

Eier legen, so einfach und so anstrengend sieht der Arbeitsalltag der Königin nach der Winterpause aus.2.000 winzige Eier täglich, bis zu 120.000 im Jahr. Die Königin ist dabei täglich im Stock unterwegs, von Arbeiterinnen gefüttert, geputzt und umsorgt, um ihre Eier in immer neue freie Wabenzellen zu platzieren. Die Brutpflege ist Aufgabe der Arbeiterbienen. Aus den Eiern der Königin schlüpfen Maden, die sehr viel Hunger haben. Die Arbeiterinnen schaffen Honig und Pollen als Nahrung in die Brutzellen, außerdem Gelee Royal, einen speziellen, von den Bienen produzierten Futtersaft. Nachdem die Maden sich verpuppt haben, verschließen die Arbeitsbienen die Brutzellen mit einem Wachsdeckel, den die ausgewachsene Biene beim Schlüpfen durchbrechen muss. Bauarbeiten aller Art sind Sache der Arbeiterinnen. Dazu besitzen sie acht Wachsdrüsen an ihrem Hinterleib, die winzig kleine Wachsplättchen absondern. Mit ihren Mundwerkzeugen verarbeiten die Bienen die Wachsplättchen zu sechseckigen Wabenzellen, in denen sie Honig, Blütenpollen oder Eier und Maden unterbringen. Sauberkeit wird im Stock sehr groß geschrieben, zuständig sind die jungen Arbeiterinnen. Sie putzen die Brut- und Honigzellen und entfernen alle Fremdkörper aus dem Stock. Dazu gehören auch tote Bienen des eigenen Volkes. Sterben größere Honigräuber, etwa Mäuse, im Stock, überziehen die Bienen sie mit Kittharz, so dass sie mumifizieren. Um eine für Waben, Honig und Brut ideale Temperatur von zirka 35 Grad Celsius im Stock aufrechtzuerhalten, kann es nötig sein, zu kühlen oder zu heizen. Zur Kühlung überziehen die Arbeiterbienen die Waben mit einem Wasserfilm und fächeln bis zu 200 mal pro Minute mit ihren Flügeln darüber. Bei zu großer Kälte im Stock bilden die Bienen mit ihren Körpern einen Wärmevorhang vor den Brutwaben. Keine Arbeit haben die Drohnen im Bienenstock. Ihr Beitrag ist die Fortpflanzung, diese spielt sich nur außerhalb ab. Drohnen sind recht hilflos. Sie haben keinen Stachel und können auch nicht selbstständig fressen.

Sicherheit gegenüber äußeren Feinden ist überlebenswichtig für das Bienenvolk. Zuständig sind Arbeiterbienen in ihrer dritten Lebenswoche: Als Wächter stehen sie am Eingang des Stocks und untersuchen dort jede anfliegende Biene, ob sie zum eigenen Volk gehört. Dazu werden Geruch und Verhalten überprüft. Fremde Insekten wie Wespen oder Hornissen oder größere Honigräuber wie Mäuse werden erfolgreich vertrieben. Dabei setzen Bienen auch ihren Giftstachel ein. Allerdings, einen Stich in die plastische Haut z. B. von Menschen überlebt die Biene nicht. Ihr Stachel bleibt wegen seiner Widerhaken stecken und reißt der fliehenden Biene den gesamten Giftapparat aus dem Körper, eine tödliche Verletzung. Aus der Chitinpanzerung feindlicher Bienen, Wespen oder Hornissen dagegen lässt sich der Stachel unbeschädigt herausziehen.

Nektar, Honigtau und Pollen einzusammeln ist die Hauptbeschäftigung einer Arbeitsbiene von ihrem 20. Lebenstag an. Etwa 4.000 Blüten fliegt eine Biene an jedem Arbeitstag an. Mit ihrem Saugrüssel saugt sie süßen Nektar in winzigen Portionen aus den Blütenkelchen und lagert ihn in ihrem Magen ein, ebenso den Honigtau, eine zuckrige Flüssigkeit, die Blattläuse auf Nadeln und Blättern absetzen. Außerdem sammeln die Bienen vitamin- und eiweißreichen Blütenstaub, den Pollen, der in Form kleiner „Höschen” an ihren Hinterbeinen festklebt. Sowohl Nektar als auch Pollen dienen der Ernährung des Bienenvolkes. Wichtiger Nebeneffekt des Sammelns, die Befruchtung der Blüten. Denn die Bienen bringen den Pollen, das männliche Produkt der Staubgefäße, mit der Narbe des Stempels, dem weiblichen Teil der Blüte, in Kontakt. So sind zum Beispiel die Erträge von Obstgärten, in denen Bienenvölker stehen, erheblich größer. Hat eine Biene eine ergiebige Quelle für Nektar oder Honigtau entdeckt, kann sie dies ihren Stockgenossinnen mitteilen. Ihre Bienensprache basiert auf „Tanzformationen”, die unter anderem Entfernung und Himmelsrichtung der Nahrungsquelle weitergeben. Wer was wird im Bienenvolk hängt von drei Faktoren ab: vom Vater, vom Futter und von der Form der Wabenzelle, in der ein Ei heranreift. Da die Königin allein alle weiblichen Eier und auch alle beim Hochzeitsflug „eingesammelten” männlichen Spermien bei sich trägt, kann sie gezielt befruchtete und unbefruchtete Eier legen. Aus unbefruchteten werden innerhalb von 24 Tagen Drohnen. Bei einem befruchteten Ei gibt es wiederum zwei Möglichkeiten: Es kann sich zu einer neuen Königin oder zu einer Arbeiterin entwickeln. Soll es eine Königin werden, wird das Ei in eine spezielle Wabenzelle, die Weiselzelle, gelegt: Sie ist rundlich, deutlich größer und hängt nach unten. Außerdem wird eine zur Königin bestimmte Biene während ihrer gesamten 15tägigen Entwicklung ausschließlich und reichlich mit Gelee Royal gefüttert. Soll aus dem Ei dagegen eine Arbeiterin werden, reift es insgesamt 21 Tage in einer normalen sechseckigen Wabenzelle heran. Nur während der ersten drei Entwicklungstage wird die zukünftige Biene mit Gelee Royal gefüttert, danach wird die Ernährung vorwiegend auf Honig und Pollen umgestellt.

Ab Ende Mai bereitet sich das Bienenvolk auf das Ausschwärmen vor. Die Königin legt befruchtete Eier in spezielle Brutzellen, die Weiselzellen. Die Maden werden nach dem Schlüpfen ausschließlich mit Gelee Royal gefüttert und so zu neuen Königinnen herangezüchtet. Sind sie schlupfreif, verlässt die alte Königin mit etwa der Hälfte ihres Bienenvolkes den Stock, um sich eine neue Bleibe zu suchen. Die neue Königin im alten Stock wird diejenige Königinbiene, die als Erste aus ihrer Zelle schlüpft. Denn sie tötet sofort nach dem Schlüpfen alle weiteren königlichen Schwestern mit ihrem Giftstachel ab.

Hat die neue junge Königin ihre Position gesichert, muss sie sich um ihren Nachwuchs kümmern. Drohnen aus dem eigenen Stock kommen wegen der nahen Verwandschaft für die Paarung nicht in Frage; die Königin entfernt sich auf ihrem Hochzeitsflug im Spätsommer oft kilometerweit von ihrem Stock. Es gibt regelrechte Paarungstreffpunkte, an denen alljährlich die Drohnen aus den Bienenstöcken der Umgebung auf die jungen Königinnen warten. Mit einem speziellen Lockstoff macht eine Königin auf sich aufmerksam und paart sich bis zu siebenmal mit verschiedenen Drohnen. Für die Königin der Beginn einer langen Zeit des Eier Legens, denn die auf dem Hochzeitsflug eingesammelten Spermien – bis zu sieben Millionen – reichen für drei bis vier Jahre aus. Den Drohnen dagegen bringt der Hochzeitsflug den Tod: Sie sterben nach der Übergabe der Spermien.

Jene Drohnen, die nicht ohnehin nach einer Paarung sterben mussten, werden im Herbst als überflüssige Esser aus dem Stock geworfen. Da sie weder Stachel noch Gift besitzen, können sie sich kaum wehren und verhungern außerhalb des Stocks innerhalb kurzer Zeit. Mit dem derart reduzierten Personal richten sich Königin und Hofstaat auf die Winterpause ein. Wenn die Königin stirbt ... erkennen die Arbeiterbienen dies innerhalb einer halben Stunde am Ausbleiben des Königinnenduftes. Die Bienen im Stock werden unruhig, suchen und beginnen dann in ihrer Betriebsamkeit zu erlahmen als wüssten sie, dass das Volk ohne Königin zum Tode verurteilt ist. Manchmal legen einzelne Arbeiterinnen unbefruchtete Eier, die sich, wenn überhaupt, jedoch nur zu Drohnen entwickeln können. Die einzige Überlebenschance für das Volk: Aus einem verbliebenen befruchteten Ei der toten Königin können die Arbeiterinnen eine neue Königin züchten. Dafür vergrößern sie die ursprüngliche normale Wabenzelle zu einer Weiselzelle und füttern die kleine Made ausschließlich mit Gelee Royal.

Ein kleines Wunder der Natur ist der Honig. Süß und köstlich und mit einer Vielfalt an wertvollen Inhaltsstoffen ausgestattet wie nur wenige andere Lebensmittel. Und vor allem: Honig ist ein reines Naturprodukt. Bis zu 30 verschiedene Zuckerarten, etwa 180 nachgewiesene Begleitstoffe und natürlich Wasser – dies sind die Zutaten, aus denen die Natur den Honig mischt. Bei den Zuckerarten sind vor allem Fructose und Glucose von Bedeutung. Ihr Verhältnis zueinander entscheidet unter anderem darüber, wie schnell ein Honig kristallisiert. Sowohl Fructose als auch Glucose sind Einfachzucker und daher für den menschlichen Organismus besonders leicht verdaulich. An Begleitstoffen sind im Honig unter anderem organische Säuren wie Ameisensäure und Milchsäure enthalten. Außerdem Fermente, Vitamine, Aromastoffe und Mineralien wie Kalzium, Eisen, Magnesium und Phosphor. Eine Besonderheit des Honigs sind zudem seine natürlichen antibiotischen Wirkstoffe. Jeder Honig ist klar und dickflüssig, wenn der Imker ihn aus den Waben schleudert. Und jeder Honig bildet irgendwann Kristalle, die ihn milchig und fest werden lassen. Doch es hängt von der Honigsorte ab, wann dieser Prozess der Kristallisation einsetzt – nach drei Tagen schon wie etwa beim Kleehonig oder erst nach Monaten wie beim Akazien- oder Tannenhonig. Die entscheidende Rolle spielt dabei das Verhältnis der beiden Zuckerarten Glucose und Fructose zueinander. Je mehr Glucose, also Traubenzucker, ein Honig enthält, desto schneller bilden sich Kristalle. Je mehr Fructose, also Fruchtzucker, enthalten ist, desto länger bleibt der Honig flüssig. Weil das Fructose-Glucose-Verhältnis für jede Honigsorte relativ konstant ist, dient es übrigens auch als Nachweis für die botanische Herkunft eines Honigs. Honig, der kristallisiert, bildet oft sehr grobe Kristalle und wird so hart, dass er sich nicht mehr streichen lässt. Stetiges langsames Rühren mit einem speziellen dreikantigen Stab während der Kristallisation verleiht dem Honig dagegen eine feincremige, streichfähige Konsistenz. Seine wertvollen Inhaltsstoffe werden dabei in keiner Weise verändert oder beeinträchtigt. Nektar und Honigtau, beides zuckrige Pflanzensäfte, sind die Vorstufen des Honigs. Die Bienen sammeln sie auf der Suche nach Nahrung für sich und ihr Volk. Den Nektar holt die Sammelbiene mit ihrem Saugrüssel direkt aus der Blüte den süßen Saft produzieren die Pflanzen eigens, um Insekten wie die Bienen als „Bestäubungshilfe” anzulocken. Honigtau dagegen sammeln die Bienen als Tropfen auf Blättern und Nadeln ein. Er ist ein Ausscheidungsprodukt von Pflanzensaugern wie z. B. Rinden- oder Schildläusen, die Bäume anstechen, um ihren Saft auszusaugen. Bis zu fünf Millionen Blüten müssen die Bienen anfliegen, um Nektar für ein Kilo Honig zu sammeln. Das sind rund 60.000 Ausflüge vom Bienenstock und zurück, was einer Flugstrecke von sechs Erdumrundungen entspricht. Zunächst saugt die Sammelbiene mit ihrem Rüssel den Nektar aus den Blüten oder nimmt Honigtau auf und speichert ihn in ihrer Honigblase. Dann geht es ab in den Bienenstock. Schon auf dem Weg dorthin beginnt die Umwandlung der Flüssigkeit durch Zugabe von körpereigenen Säften in Honig. Im Bienenstock angekommen, übergibt die Biene ihr süßes Sammelgut an eine Stockarbeiterin. Das Eindicken des Honigs ist nun Aufgabe der Stockbienen. Denn bevor der Honig in den Zellen der Waben eingelagert werden kann, muss der zunächst sehr hohe Anteil an Wasser verdunsten. Dazu schlägt eine Stockbiene den von der Sammelbiene übernommenen Honigtropfen mehrfach hin und her, saugt ihn zwischendurch immer wieder auf und lässt ihn austreten. Dabei wird der Honig auch mit Enzymen angereichert, die den in Nektar oder Honigtau enthaltenen Rohrzucker in Frucht- und Traubenzucker aufspalten. Diese Aufspaltung macht den Honig für uns so leicht verdaulich. Der Honig ist reif, wenn er von den Stockbienen in einer Wabenzelle eingelagert und diese mit einem Wachsdeckel verschlossen wurde. Jetzt kann er vom Imker geerntet werden. Dazu muss der Imker die Waben wieder entdeckeln. Der Honig wird dann in einer Honigschleuder ohne Wärmezufuhr, durch so genanntes „Kaltschleudern”, aus den Waben herausgelöst. Früher wurde der Honig übrigens durch Erhitzen aus den Waben geholt. Heute gibt es zum Glück Honigschleudern.

 
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